Zu Gast in: Thernberg

Wir nehmen Euch mit in ein Dorf wie aus dem Bilderbuch…

Als Liebhaber der alten, urtypischen Bausubstanz unserer Buckligen Welt geht uns in Thernberg das Herz immer ganz besonders auf. Denn kaum ein Ort versammelt so viele so gut erhaltene Baudenkmäler auf engstem Raum wie dieser:

Von der romanischen Kirche über Pfarrhof und Mesnerhaus aus dem Barock und dem klassizistischen Gutshof aus den Zeiten Erzherzog Johanns bis zu Sommerfrische-Häuschen reicht das gebaute Erbe.

Schon im Jahr 860 wurde ein Dorf namens Thernberg im Schlattental erstmals erwähnt – der Name soll von „tarniperc“ (dunkel, versteckt) kommen. Spaziert man heute an einem sonnigen Tag durch den Ort kann man schon ein wenig an dieser Deutung der Namensgebung zweifeln…

Diese frühe Besiedlung und der Ausbau eines stattlichen Herrschaftssitz auf der „Hohen Wacht“ – jener Erhebung, die den Ort tatsächlich zu bewachen scheint – führten zu den ältesten Baudenkmälern Thernbergs: Der Burg und der Pfarrkirche, an beiden sind bis heute romanische Bauelemente zu erkennen. Wie einzigartig jene in der Burg sind, kann man den Baubeschreibungen auf einer Burgenseite entnehmen!

Aus der Renaissance-Zeit stammt die Schloss-Erweiterung der Burganlange, deren ursprüngliche Pracht man heute nur noch aus Ruinen ablesen kann. Das pittoresk über die Felsabstürze der Hohen Wacht gestaffelte Ensemble aus Burg- und Schlossruine gehört für uns jedenfalls zu den beeindruckendsten Orten der Buckligen Welt – aber: „Betreten verboten!“

 

Aus der Barockzeit stammen einige Bürgerhäuser sowie Pfarrhof und Mesnerhaus, man beachte besonders die kleinen, musizierenden Statuen, die diese beiden Häuser auf fast allen Seiten „umzingeln“. Im Jahr 1807 erwarb Erzherzog Johann die Herrschaft Thernberg und erklärte sie zu seinem Lieblingssitz – der ganze Ort blühte auf! Wer mehr über diese Zeit wissen möchte, ist in der Erzherzog Johann Dokumentation im Mesnerhaus und Pfarrhof gut aufgehoben.

Für uns ist der Erzherzog weniger wegen seiner „Gschichtln“, sondern seiner Geschichte interessant, die er in Thernberg hinterlassen hat: Er führte landwirtschaftliche Musterbetriebe, ließ ein imposantes klassizistisches Amtshaus (in schönbrunnergelb, what else?) samt Schule für Garten-, Obst- und Weinbau errichten. In der Hofau an der Straße nach Eichberg wurde ein Meierhof errichtet – hier kamen zum ersten Mal auf österreichischem Boden neugotische Zierelemente (Giebel, Türen) zur Anwendung:

Aber auch ganz profane, einfache Bauwerke beeindrucken in Thernberg in ihrer Schlichtheit und ihrem gut erhaltenen Zustand: kleine Bauernhäuser, Heustadel, ein altes Wirtshaus, das als „Wirtshaus Huber“ wieder aufleben durfte, Jagd- und Sommerfrische-Häuschen aus der Zeit um 1900. Daneben immer wieder auch ganz moderne Einfamilienhäuser, die sich gegenüber dem historischen Erbe elegant zurücknehmen – „eine gute Mischung Dorf“ eben…

Also, schaut mal nach Thernberg: Ein kleiner Dorfspaziergang zahlt sich immer aus!

Was man hier auch unbedingt noch gemacht haben muss:

* Eine Wanderung durch die Laubwälder der Hohen Wacht (besonders schön in der Herbstfärbung!) und dabei die Burg- und Schlossruine entdecken.

* Weniger anstrengend: Gemütlich zwischen Feldern entlang der „Kunst Leit´n“ von WALLI Wohnraum Garten spazieren.

* Das sensationelle, im Ort gebraute Wolfsbräu probieren, am besten im Landgasthaus Thaler – von einem herrlichen Essen begleitet!

 

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