Sumpfdotterblumenblütezeit!

Es gibt nur noch wenige Plätze, wo die Natur ganz ungestört und scheinbar nutzlos vor sich hin dümpeln bzw „tümpeln“ darf…

Zurzeit sind diese seltenen, oft versteckten Orte aber leuchtend gelb markiert! Die Blütezeit der Sumpfdotterblumen sind eine gute Gelegenheit, sich in den einen oder anderen Sumpf zu begeben. Wir sind für Euch in einen solchen Lieblingsort „eingetaucht“:

Dieser kleine Sumpf – vielleicht der letzte weit und breit – befindet sich in Olbersdorf bei Grimmenstein. Er liegt in unmittelbarer Nähe der Dorfstraße, nur ein steinwurfbreites Feld entfernt – aber nur die Wenigsten wissen davon!

Wir selbst haben ihn erst vor zwei Jahr entdeckt – der gelben Signalfarbe um diese Zeit sei Dank! Wir waren beeindruckt von diesem kleinen Stück Natur, das so ganz anders als anderwo aussieht. Als wäre man mit ein paar Schritten mitten in den Everglades oder im Amazonasgebiet gelandet, und nicht in einem kleinen, feuchten Waldstück… Diesen Eindruck haben wir damals auch dem WALD-Magazin zukommen lassen:

DSC_2375

Seit der damaligen Erkundungstour in Gummistiefeln und Kamera zieht es uns immer wieder hin, um die Entwicklung von Flora und Fauna rund um das Feuchtgebiet im Jahreskreis zu beobachten – es liegt ja zum Glück „um die Ecke“ und oft am Weg.

So kann man gut beobachten, wie der Sumpf im Lauf der Jahreszeiten sein Gesicht wandelt: Wir waren unter anderem im eisig kalten Februar 2017 dort, wo tagelange Minusgrade eine dicke Eisschicht auf den Sumpf gelegt haben. Außer dort, wo unbeirrt das kleine Bächlein in seinen Bahnen durch diesen nassen Flecken mäandert – gut sichtbar durch eine helle, weiße Schlange, die sich durch die Eisplatte zieht.

Nur dort war das Eis dünn und brüchig, überall anders lud es zu einem Spaziergang auf dem gefrorenen Sumpf ein – mal etwas ganz anderes. Hätten wir nur unsere Schlittschuhe dabei gehabt… mehr Natur-Eislaufplatz wäre dann schon nicht mehr möglich!


P.S.: Unlängst kam ich mit einem gebürtigen Olbersdorfer ins Gespräch, und siehe da: er kennt natürlich den Sumpf – und das besser als wir! In seiner Kindheit in den 1970er/80er-Jahren haben seine „Bande“ und er den Sumpf bevölkert.

Bretter und Pfosten aus der Umgebung wurden hineingeschleppt, Brücken gebaut und damit die einzelnen „Inseln“ und Baumgruppen miteinander verbunden. In der Mitte wurde ein Baumhaus errichtet, in dem wer-weiß-was-alles ausgeheckt wurde… es muss DAS Kinder-Paradies gewesen sein!

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